Fische

Koiteich
unser Koiteich
Unser lieber Nachbar verschönert die Betonwand, als Hintergrund für unseren Koiteich toller Künstler
Chefin: Sabine beim Teichbau
Die Bauaufsicht hat Moritz
die ersten Koi werden vom alten im neuen Teich gesetzt

Unser Sortiment umfasst die ganze Palette des Aquristiksektors, von allen namenhaften Herstellern (z.B. www.sera.de)

Ständig vorrätig ist auch eine große Auswahl an Wasserpflanzen

Alle Japan Koi und sämtliches Zubehör von www.JapanKoi-Wild.de sind bei uns zu den angegebenen Preisen zu beziehen.

Grundlagen des Koiteichbaus

Die meisten Koiliebhaber beginnen mit einem kleineren Gartenteich, in dem sie Goldfische, Goldorfen und / oder andere, kleinere Kaltwasserfische halten. Eines Tages bekommen sie dann Kontakt mit Koi, sind fasziniert von ihnen, kaufen einige kleine davon und setzen sie zu den anderen Fischen im Teich. Zunächst geht auch alles gut, kleine Koi in geringer Menge wühlen meistens nicht und fressen im Gegensatz zu Goldfischen auch kaum Pflanzen. Die Koi wachsen aber in der Folgezeit und eines Tages ist das Wasser völlig trübe. Obgleich dies zunächst nur ein optisches Problem darstellt, ist es das erste Alarmzeichen, weshalb die neuen Koiliebhaber etwas verändern wollen: Sie möchten wieder klares Wasser im Teich haben! Deshalb gehen sie los und kaufen einen Teichfilter. So sicher wie das Amen in der Kirche ist dieser Teichfilter zu klein, hat wenig Wirkung und muss dafür oft täglich gereinigt werden. So beginnt in den meisten Fällen der Werdegang eines Koiliebhabers. Die Probleme steigen dann aber noch weiter an, sodass letztendlich die die teuren Koi eingehen. Ergebnis: Es wurden aus Unkenntnis eine Menge Geld sinnlos ausgegeben, und der Koiliebhaber ist völlig verzweifelt.

Was unterscheidet einen Koiteich von einem normalen Gartenteich?

Rein äußerlich und in Bezug auf das Baumaterial eigentlich nichts! Trotzdem muss man bei einem Koiteich viel mehr berücksichtigen. So sollte man, wenn Kunststoff-Teichfolie verwendet wird, nicht die dünnste nehmen. Das lohnt sich bei diesen teuren Fischen nicht. In Japan findet man überhaupt keine Folienteiche. Der Teich sollte ausreichend groß und tief sein.
Man rechnet pro Koi (auch, wenn diese zunächst noch klein sind) mindestens einen Kubikmeter (1000 Liter) Wasser. Die Tiefe soll wegen risikoloser Überwinterung 1,50 Meter, besser 2 Meter betragen. In Japan bringt man Koiteiche inzwischen, nicht etwa wegen der Überwinterung, sondern nur um ihnen genügend Wasser für das Größenwachstum zur Verfügung zu stellen, auf vier bis fünf Meter Tiefe.

Gartenteich im Herbst

September Teichpflege Herbst

Füttern:
Beginnen Sie zusätzlich zur Vorbereitung auf den Winter bereits im September mit der Fütterung von sera KOI SPIRULINA, sera KOI ROYAL® bzw. sera goldy® und einer zusätzlichen Vitaminkur. Träufeln Sie sera KOI MULTIVITAMIN auf das Futter und lassen es zehn Minuten im Kühlschrank einziehen. Wiederholen Sie diese Kur 1-2 mal wöchentlich. So können Ihre Fische Kräfte für den langen Winter sammeln.
Oktober

Pflanzenpflege:
Schneiden Sie an einem schönen Herbsttag Rohrkolben zurück, und entfernen Sie behutsam Laub, abgestorbene Pflanzenteile und Mulm. Rohrkolben und andere Pflanzen mit röhrenartigem Stiel müssen unbedingt über der Wasseroberfläche abgeschnitten werden, weil diese Pflanzen so auch im Winter für Gasaustausch sorgen und damit die Sauerstoffversorgung der überwinternden Tiere unterstützen.

Wasserwechsel:
Führen Sie einen größeren Wasserwechsel (etwa 2/3 des Teichinhalts) durch und saugen Sie dabei abgestorbene Blätter sowie Mulm mit einem Teichsauger ab. Bereiten Sie das Frischwasser mit einer je ein- bis eineinhalbfachen Dosis sera KOI PROTECT bzw. sera pond aquteich und sera pond teichmorena auf.

Füttern und Vitaminkur:
Zur Kräftigung der Fische und zur Vorbereitung auf die Winterruhe wird im Oktober wie im März gefüttert (siehe dort), solange die Wassertemperatur über 8 °C liegt.
1: Sofern die Fische im Teich überwintern, wird mit den sera pond Teichfiltern bzw. Springbrunnen- und Filterpumpen in Kombination mit einem Eisfreihalter ein vollständiges Zufrieren verhindert. Das Eis auf keinen Fall einschlagen! Die Wasserbewegung hält einen Teil des Teiches eisfrei.
Den sera pond Teichfilter dazu in 40–50 cm Tiefe platzieren.

2: Wenn der Teich weniger als 1 m tief ist, empfehlen wir die Überwinterung der Fische in einem möglichst großen Aquarium. Die Temperatur des Aquarienwassers sollte dabei zwischen 14 und 18 °C, keinesfalls höher, liegen.

Wasserpflege:
Das Wasser wird mit sera KOI PROTECT oder sera pond aquteich gepflegt. Diese Pflege ist besonders wichtig, wenn Fische im Teich überwintern.
Dezember, Januar, Februar

Im Winter ruht der Teich, die Natur erholt sich bei einem ausgiebigen Winterschlaf. Wenn der Teich tief genug ist (mindestens 1 m) und Sie den Teich während des Herbstes sorgfältig auf den Winter vorbereitet haben, werden die Fische und die anderen Teichbewohner den Winter gut überstehen.

Überwintern:
Die einzige Pflegemaßnahme im Winter besteht darin, einen Teil der Wasseroberfläche mit dem sera pond biofilter W 1500 oder einer Filterpumpe eisfrei zu halten. Installieren Sie den Auslauf unmittelbar unter der Wasseroberfläche. So wird die Oberfläche bewegt, diese Stelle bleibt eisfrei und wird mit Sauerstoff versorgt. Schlagen Sie auf gar keinen Fall die Eisschicht auf! Die Fische können durch die Schallwellen schwer verletzt werden. In jedem Fall schrecken sie auf und verbrauchen mehr Sauerstoff.

Stellen Sie den Teichfilter bzw. die Pumpe auf keinen Fall auf den Boden des Teiches oder in tiefere Zonen. Anderenfalls vermischt sich das wärmere Wasser am Teichboden mit dem kälteren Wasser im Rest des Teiches, und die Fische können nicht mehr überwintern.
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Koi Herpesvirus

Das Koi-Herpesvirus (KHV) wurde im Jahr 2000 von Ron Hedrick von der University of California, Davis als Herpesvirus beschrieben. Es ist noch nicht bekannt, ob dieses Virus mit dem Herpesvirus cyprini, das bereits 1990 in Japan beschrieben wurde, identisch ist. Klassifiziert wird das Koi Herpes Virus als DNA-Virus der Virusgruppe Herpesviridae (Herpesviren). Erstmalig aufgetreten und beschrieben wurde das Virus 1998 in Israel.
Der Erreger kommt in Koikarpfen und Nutzkarpfen vor. Andere nicht artverwandte Cypriniden wie Graskarpfen (Ctenopharyngodon idella) oder Goldkarausche (Carassius auratus), scheinen vom Virus nicht immer unberührt zu bleiben. Gesichert sind diese Angaben insofern, dass KHV bei Goldfischen bereits nachgewiesen wurde und sie, sofern sie nicht erkranken, als Überträger fungieren. Als gesichert gilt, dass das Virus nur Karpfenfische befällt.
Übertragung [Bearbeiten]
Wie die meisten Viren, wird auch das Koi-Herpesvirus durch direkten Kontakt übertragen. Dies können die Fische selbst sein über Hautkontakt und Kiemenausscheidungen, Wasser oder sonstige Flüssigkeiten die Kontakt zu infizierten Fischen hatten. Das Hantieren im Wasser mit den Händen, oder Arbeiten mit Gegenständen wie Keschern oder Netzen oder Kontakt mit dem Schuhwerk reichen bereits aus, um das Virus zu übertragen. Wasservögel können ebenfalls das Virus ins Wasser einbringen, obwohl das Virus nicht länger als zwei Stunden außerhalb seines Lebensraumes überlebt. Ohne einen Karpfen als Wirt überlebt das Virus maximal 14 Tage im Wasser. In den meisten Fällen wird das Virus durch Neuzugänge von Fischen in den Bestand verschleppt.
Krankheitsverlauf [Bearbeiten]
Der Krankheitsverlauf ist eher unspezifisch und viele der auftretenden Krankheitsymptome werden durch andere Krankheiten verdeckt oder treten als Sekundärinfektion in Erscheinung, die dann nicht auf KHV-Befall schließen lassen. Darunter sind vor allem auch schlechte Wasserwerte (Ammoniak, Sauerstoffmangel, Überfütterung oder mangelhaft funktionierende Filteranlagen) zu nennen, aber auch bakterielle Krankheiten, die man sich in den Teich einschleppen kann. Jedoch werden im Temperaturbereich zwischen 18°C und 25°C die höchsten Verlustraten beobachtet. Der Ausbruch der Krankheit ist bereits bei 8°C möglich. Demnach muss sich nach den Erkenntnissen der neuesten Forschung der Virus an europäische Verhältnisse angepasst haben. Bei Temperaturen von über 30°C und unter 4°C (in vitro Bedingungen) scheint das Koi-Herpesvirus nicht infektiös zu sein. Der Krankheitsverlauf wird aber auch durch weitere Umwelt- und Haltungsbedingungen (Wasserqualität, Besatzdichte, Stress) entscheidend beeinflusst.
Das klinische Bild weist folgende Symptome auf:
· Apathie
· Absonderung vom Schwarm
· vermehrte Schleimbildung
· Fetzenartige Schleimablösung
· Schnappatmung an der Oberfläche
· Nekrosen an den Kiemen (weiße oder rote Flecken)
· Nekrosen und Blutungen in der Haut
· Fressunlust oder Futterverweigerung
· eingefallene Augen
· Kopfstehen
· Farbverlust
· rauhe Haut (Sandpapiereffekt)
· Blutungen in und an Organen
· Nekrosen in Organen
· geschwollene Milz
· veränderte Niere
Pathologisch ist die Koi-Herpesvirusinfektion durch eine interstitielle Nierenentzündung, Einschlusskörperchen in Kiemen oder Darm, Keulenbildung an den Kiemen, Riesenzellen-Bildung und ein verändertes Blutbild gekennzeichnet.
Diagnose [Bearbeiten]
Der Erreger kann durch Polymerase-Kettenreaktion (PCR) oder LAMP-Test (Loop-Medicated Isothermal Amplification) nachgewiesen werden (siehe Koi-Herpesvirus-Nachweis).
Quarantäne [Bearbeiten]
In Quarantäne müssen krankheitsverdächtige sowie frisch importierte Tiere. Dies gilt auch für konditionell schwache Tiere. Bei wertvollen Tieren sind die Teiche mit Netzen gegen Vogelflug zu sichern. Neuzugänge sind für mindestens 14 Tage bei mindestens 20°C separat zu setzen, idealerweise bei verschiedenen Temperaturbereichen und einer Dauer von rund vier Wochen. Sind nach zwei Wochen keine Krankheitssymptome erkennbar sollte mindestens ein Koi, besser sind zwei, aus dem bestehenden Teich zum Neuzukauf in die Quarantäne umgesetzt werden. Das Einbringen von Neuzugängen in den Altbestand ist unter allen Umständen zu vermeiden.
Peinliche Hygiene in Bezug auf Gerätschaften und Personen können einer Kontamination der Koipopulation ebenso entgegenwirken. Es wird dringend empfohlen das Kois die aus KHV bekannten Gebieten wie China, Israel oder Thailand stammen vor einem Einbringen in Koiteiche für die o.g. Zeit in Quarantäne zu halten sind. Käufer sollten nur von Händlern Tiere erwerben, die ihre Kois mit Hilfe der PCR-Analyse untersuchen lassen, einen Beleg für negative Untersuchungsergebnisse von einem veterinärmedizinisch anerkannten Institut vorweisen können und über eine entsprechende Quarantäneanlage verfügen. Bei Händlern die diesen Nachweis nicht erbringen sollte von einem Kauf abgesehen werden. Ebenso sollte eine Vermischung von Tieren verschiedener Herkunftsgebiete vermieden werden. Der Erwerb von sogenannten immunisierten Tieren ist kritisch zu betrachten, da auch diese Tiere den Erreger latent in sich tragen können und gesunde Bestände so wieder infizieren. KHV ist sehr ansteckend. Ein kontaminierter Wasserspritzer genügt um den gesamten Bestand zu gefährden.
Behandlung [Bearbeiten]
Eine Behandlung mit Aussicht auf Heilung besteht zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht. Infizierte Tiere können mit einer Temperaturerhöhung von über 30 °C über einen Zeitraum von über 30 Tagen so therapiert (immunisiert) werden, dass sie mit dem Virus leben können. Allerdings werden diese Tiere, sofern sie überleben, zu Überträgern (Carrier). Diese Carrier können dann jederzeit ansteckende Viren in Umlauf bringen, welche nicht immunisierte Tiere befallen und töten können. Ist die Krankheit ausgebrochen muss unter Umständen der gesamte Bestand gekeult und der Teich trockengelegt werden. Anschließend sollte eine intensive Desinfizierungsbehandlung erfolgen.
Nach R. Hoffmann (Institut für Zoologie, Fischereibiologie & Fischkrankheiten d. LMU München) sind immunisierende Maßnahmen gegen Herpesviren in der Tierhaltung generell von besonderer Problematik, da man es bei den herpesvirusinfizierten Tieren mit lebenslänglichen Virusträgern zu tun habe. Daher könne die Impfung gesunder Tiere zu einem Impfschutz führen, der jedoch nicht garantiere, dass das geimpfte Tier nicht auch beim Kontakt mit dem Herpesvirus zu einem unerkannten Virusträger wird. Herpesvirusvaccinen seien daher nicht geeignet, die Erkrankung aus Tierbeständen zu eliminieren. Gerade die Carrier (also die gesunden Virusträger) seien es, die nach seiner Beobachtung immer wieder im Verlauf ihres Lebens Viren ausscheiden und bislang nicht infizierte Tiere anstecken könnten.
Dieser Ansicht stehen aktuell gegenteilige Erfahrungen aus Israel entgegen, das einen schweren Seuchenzug mit extremen Verlusten überstanden und eine durch Vaccine geschützte Karpfenproduktion erfolgreich neu aufgebaut hat.
Das geimpfte Tier erkrankt nicht, der bislang nicht infizierte Koi erkrankt schwer und stirbt in den meisten Fällen.

Fisch mit Witz

"Halt dich gerade beim Schwimmen", ruft der Heringsvater.
"Warum?", fragt der kleine Hering.
"Du willst doch wohl nicht als Rollmops enden?"

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